Employer Branding
Die Arbeitgebermarke ist nicht nur für potenzielle neue Mitarbeitende, sondern auch für das bestehende Team ein wichtiger Identifikationsfaktor. Sie vermittelt Werte, Kultur und Perspektiven und trägt wesentlich dazu bei, qualifizierte Talente anzuziehen und Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden.
Am Anfang jedes Employer-Branding-Projekts steht die Analyse der eigenen Arbeitgeberattraktivität. Dabei gilt es herauszuarbeiten, welche Stärken das Unternehmen als Arbeitgeber auszeichnen, wie es von bestehenden Mitarbeitenden wahrgenommen wird und welche Erwartungen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber an einen Arbeitgeber haben. Aus diesen Erkenntnissen wird die Employer Value Proposition (EVP) entwickelt – das zentrale Arbeitgeberversprechen, das den Kern der Arbeitgebermarke bildet. Gleichzeitig werden Zielgruppen beziehungsweise Personas definiert, damit die spätere Kommunikation möglichst präzise auf deren Bedürfnisse, Motivationen und Erwartungen abgestimmt werden kann.
Die Arbeitgebermarke entfaltet ihre Wirkung jedoch erst dann, wenn sie konsequent sichtbar gemacht wird. Als zentrale Instrumente des Employer Brandings dienen ein professionell ausgebautes Karriereportal sowie eine aufmerksamkeitsstarke Employer-Branding-Kampagne.
Karriereportal
Ein modernes Karriereportal versteht sich nicht nur als Stellenbörse, sondern als zentrale Plattform der Arbeitgebermarke. Es begleitet Interessierte entlang der gesamten Candidate Journey – von der ersten Wahrnehmung über die Informationsphase bis hin zur Bewerbung. Entsprechend wichtig sind eine klare Nutzerführung, eine überzeugende Informationsarchitektur und eine attraktive visuelle Gestaltung. Wer es schafft, informative Inhalte mit einer emotionalen Ansprache zu verbinden, schafft Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus interessierten Besucherinnen und Besuchern qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber werden.
Das Karriereportal wird in der Regel direkt in die Unternehmenswebsite integriert, um die Arbeitgebermarke nahtlos in das Gesamtbild des Unternehmens einzubetten. Die Landingpage sollte einerseits sofort Interesse wecken, andererseits aber auch einen schnellen Zugang zu den relevanten Inhalten ermöglichen. Im Zentrum stehen die Stellenangebote. Ebenso wichtig sind jedoch ergänzende Informationen wie Benefits, eine authentische Darstellung der Arbeitswelt, Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie transparente Informationen zum Bewerbungsprozess.
Idealerweise bildet die Landingpage eine direkte Brücke zur Employer-Branding-Kampagne und greift deren visuelle Welt auf. Um das Storytelling authentisch anzureichern, empfehlen sich Testimonial-Videos mit Mitarbeitenden. Die gezeigten Personen sollten möglichst die im Rahmen des Employer Brandings definierten Personas repräsentieren. Auch filmisch lohnt es sich, nach einem Ansatz zu suchen, der sich klar vom Auftritt der Mitbewerbenden unterscheidet.
Aus SEO- und GEO-Perspektive gehören zudem FAQ-Bereiche direkt auf die Landingpage. Die dort angeteaserten Inhalte können auf vertiefenden Unterseiten weiter ausgeführt werden. Das Informationsbedürfnis von Stellensuchenden ist gross – insbesondere dann, wenn auch Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland angesprochen werden.
Damit das Karriereportal dauerhaft glaubwürdig und relevant bleibt, sind eine regelmässige Pflege, aktuelle Inhalte und eine kontinuierliche Weiterentwicklung entscheidend.
Employer-Branding-Kampagne
Die Employer-Branding-Kampagne macht die Arbeitgebermarke sichtbar und übersetzt die definierten Werte, Kulturmerkmale und Arbeitgeberversprechen in eine aufmerksamkeitsstarke Kommunikation. Ziel ist es, bei den relevanten Zielgruppen Bekanntheit aufzubauen, ein differenzierendes Bild des Unternehmens als Arbeitgeber zu vermitteln und Interesse an einer Bewerbung zu wecken.
Grundlage jeder Kampagne ist die zuvor definierte Employer Value Proposition. Die Kampagnenidee sollte einfach verständlich, emotional ansprechend und über alle Kanäle hinweg konsistent einsetzbar sein.
Viele Employer-Branding-Kampagnen beschränken sich auf die Kombination sympathischer Mitarbeitendenporträts mit einem Claim oder einer Botschaft. Dadurch wird jedoch häufig die Chance verpasst, sich visuell von anderen Arbeitgebern abzuheben. Es lohnt sich deshalb, mit starken Branding-Elementen, einer eigenständigen Bildsprache und überraschenden visuellen Reizen zu arbeiten. Prägnante Kampagnenmotive bleiben länger in Erinnerung, erhöhen die Wiedererkennbarkeit und motivieren potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten dazu, sich näher mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen und das Karriereportal zu besuchen.
Die Ausspielung erfolgt über jene Kanäle, auf denen die definierten Personas tatsächlich erreichbar sind. Dazu gehören beispielsweise Social Media, Suchmaschinenmarketing, Display Advertising oder Jobportale. Sämtliche Massnahmen sollten auf das Karriereportal verweisen, wo Interessierte vertiefende Informationen finden und direkt in den Bewerbungsprozess einsteigen können.
Eine erfolgreiche Employer-Branding-Kampagne ist langfristig angelegt. Sie verfolgt nicht nur das Ziel, offene Stellen zu besetzen, sondern stärkt nachhaltig die Wahrnehmung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber. Durch regelmässige Erfolgsmessungen und Optimierungen kann die Kampagne laufend an Marktveränderungen, neue Zielgruppenbedürfnisse und veränderte Kommunikationsgewohnheiten angepasst werden.